Prima Bild! Jedenfalls soweit sieht das doch gut aus.
Das mit den Streifen kann mehrere Ursachen haben.... tritt bei diesen Chassis gerne auf.
Helligkeitsmodulation (häufig): Die Spannungen für Videosignalverstärker und Endstufen werden aus dem ZTr gewonnen und mangelhaft geglättet, so überlagert ein zeilenfrequenter "Brumm" die Spannung. Sichtbar im Bild.
Geschwindigkeitsmodulation (selten): Eine Induktivität im Ablenkkreis (typischerweise die Z-Lin-Spule) wird ungenügend bedämpft und überlagert den H-Ablenkstrom mit ausschwingenden Eigenresonanzen im Kurzwellenbereich.
Dadurch ändert sich am Bildrand die Ablenkgeschwindigkeit, abklingend moduliert mit der Eigenresonanz der Induktivität. Bei sehr genauem Hinsehen erscheint dann auch die Darstellung in den aufgehellten Streifen gestaucht (schneller).
Und in den dunkleren Zwischenräumen gedehnt (langsamer)......eine hochfrequente Überlagerung des (annähernd linearen) Ablenkstromes mit der abklingenden unbedämpften Bauteilresonanz.... e-Funktion läßt grüßen
Zum Einen kann es sein, daß die Glättung der Videoendstufenspannung (200V) unsauber ist, Elkos sind dafür verantwortlich.
Zum Zweiten ebenfalls die Glättung der Niedervoltspannung vor dem Spannungsregler, die kommt ja auch aus dem ZTr....Elko im Umfeld des 7812.
Zum Dritten also der Parallelwiderstand (oder RC-Glied) zur Dämpfung an der Zeilenlinearitäts- oder Bildbreitenspule....Lötstellen oder Bauteilausfall.
Selten aber möglich wäre der Ausfall einer dämpfenden Last an einer Wicklung des Zeilentrafos.
Meßtechnisch kann man diese Schwingungen mit dem Scope direkt an den Kathoden der Röhre sehen, wenn es von der Betriebsspannung herrührt.
Dabei am Besten mit min. Kontrast der Röhre arbeiten, weil ja der eigentlich gewollte Bildinhalt jetzt nur stört.
Die Geschichte mit der Geschwindigkeitsmodulation ist da schwieriger zu erfassen.
Als Erstes an einem der sekundären Pins des Zeilentrafos mal schauen, ob hier in der Hinlaufphase eine Restwelligkeit zu sehen ist, am Anfang der H-Ablenkung also Überschwinger zu sehen sind.
Den Ablenkstrom kann man mit normalen Mitteln leider nicht darstellen, es sei denn, man schleift im Fußpunkt des H-Ablenkkreises ganz zum Schluß einen Lastwiderstand mit ca. 10 bis 20 Ω ein.
Dort erfolgt dann das, was jeder ohmsche Widerstand verdammt gut kann.... die Strom / Spannungs-Wandlung.

Hier ist dann sofort, linear und phasenstarr ein Abbild des tatsächlichen Stromverlaufes zu sehen.
Als Spannung an dem Widerstand. Und hiermit auch der "Schmutz", sofern es dort welchen gibt.
Viel ERfolg