Hantarex MTC 900 Bild zu hell und Rücklaufstreifen?!

Ach Du heilige Scheiße!
Und ich dachte immer, das wäre komplett in dieser Form mit Metallbügel zu ersetzen.
Zumal die Bauteilbezeichnung eingeprägt ist.
Verdammt. Was für ein F**K
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sieht auf dem Bild auch so aus, als wenn da ein genieteter Metallstreifen auf den Chip aufgeklebt worden ist.
Offenbar ist der Kleber bissiger als die Nieten. :D
 
Die 1470 haben immer einen Metallrücken, aber bei diesem hier scheinen extra noch Stifte zum fest nieten dran zu sein.
Sehr Abenteuerlich :D
It´s not a trick! It´s a So... ähhmm Hantarex :D
 
So IC war heute schon da, Einbau habe ich mir einfach gemacht :D
Habe den alten Kühler geschliffen, dann etwas neben den Lötnasen abgefeilt, so das man mehr Druck auf das IC bekommt, da der Kühler nun tiefer kommt.
IMG_20200624_134357730.jpg
Ordentlich WLP auf den IC Rücken aber das IC noch nicht verlötet.
Kühler drauf, eine zweite Person drückt den Kühler dann von oben mit einem Holz fest auf das IC und ich habe dann den Kühler von unten verlötet.
Nach dem Abkühlen dann unten etwas auf die Beinchen des IC gedrückt und die jeweils letzten Pins über Kreuz verlötet, dann den Rest der Beinchen.
Danach dan WLP auf den kleinen Kühlkörper und dann den Großen montieren:
IMG_20200624_142810446.jpg
Es müssen dann auf jeden Fall andere M3 schrauben benutzt werden um den großen Kühlkörper zu montieren, da der Untere nun tiefer kommt und man sonst mit den Schrauben auf die PCB kommt und dort den Kühler wieder vom IC weg drückt.
M3x5 passen, hat man die nicht da, einfach die alten Schrauben etwas kürzen :)
Wärme wird wunderbar auf den großen Kühlkörper übertragen, Monitor läuft nun ohne das V-Hold durchdreht.
Aber einen Schönheitsfehler gibt es noch, ich habe Links Streifen im Bild?
So schaut das aus:
IMG_20200624_184919298.jpg
Alle Elkos sind neu, auch die IC´s wurden nun alle getauscht, was kann das nun noch sein? :confused:
 
Prima Bild! Jedenfalls soweit sieht das doch gut aus.
Das mit den Streifen kann mehrere Ursachen haben.... tritt bei diesen Chassis gerne auf.

Helligkeitsmodulation (häufig): Die Spannungen für Videosignalverstärker und Endstufen werden aus dem ZTr gewonnen und mangelhaft geglättet, so überlagert ein zeilenfrequenter "Brumm" die Spannung. Sichtbar im Bild.
Geschwindigkeitsmodulation (selten): Eine Induktivität im Ablenkkreis (typischerweise die Z-Lin-Spule) wird ungenügend bedämpft und überlagert den H-Ablenkstrom mit ausschwingenden Eigenresonanzen im Kurzwellenbereich.
Dadurch ändert sich am Bildrand die Ablenkgeschwindigkeit, abklingend moduliert mit der Eigenresonanz der Induktivität. Bei sehr genauem Hinsehen erscheint dann auch die Darstellung in den aufgehellten Streifen gestaucht (schneller).
Und in den dunkleren Zwischenräumen gedehnt (langsamer)......eine hochfrequente Überlagerung des (annähernd linearen) Ablenkstromes mit der abklingenden unbedämpften Bauteilresonanz.... e-Funktion läßt grüßen :-)

Zum Einen kann es sein, daß die Glättung der Videoendstufenspannung (200V) unsauber ist, Elkos sind dafür verantwortlich.
Zum Zweiten ebenfalls die Glättung der Niedervoltspannung vor dem Spannungsregler, die kommt ja auch aus dem ZTr....Elko im Umfeld des 7812.

Zum Dritten also der Parallelwiderstand (oder RC-Glied) zur Dämpfung an der Zeilenlinearitäts- oder Bildbreitenspule....Lötstellen oder Bauteilausfall.
Selten aber möglich wäre der Ausfall einer dämpfenden Last an einer Wicklung des Zeilentrafos.

Meßtechnisch kann man diese Schwingungen mit dem Scope direkt an den Kathoden der Röhre sehen, wenn es von der Betriebsspannung herrührt.
Dabei am Besten mit min. Kontrast der Röhre arbeiten, weil ja der eigentlich gewollte Bildinhalt jetzt nur stört.
Die Geschichte mit der Geschwindigkeitsmodulation ist da schwieriger zu erfassen.
Als Erstes an einem der sekundären Pins des Zeilentrafos mal schauen, ob hier in der Hinlaufphase eine Restwelligkeit zu sehen ist, am Anfang der H-Ablenkung also Überschwinger zu sehen sind.
Den Ablenkstrom kann man mit normalen Mitteln leider nicht darstellen, es sei denn, man schleift im Fußpunkt des H-Ablenkkreises ganz zum Schluß einen Lastwiderstand mit ca. 10 bis 20 Ω ein.
Dort erfolgt dann das, was jeder ohmsche Widerstand verdammt gut kann.... die Strom / Spannungs-Wandlung. :-)
Hier ist dann sofort, linear und phasenstarr ein Abbild des tatsächlichen Stromverlaufes zu sehen.
Als Spannung an dem Widerstand. Und hiermit auch der "Schmutz", sofern es dort welchen gibt.

Viel ERfolg
 
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Ok, da werd ich mich die Tage drum kümmern, aber jetzt erst ma Schluss, zu Warm :D
Danke Winni, mal wieder für deine tatkräftige Unterstützung, :thumbs::thumbs:
 
Gerade aufmerksam gelesen :)
Hmm, könnte es sein das bei mir die 2x 250V 47µf Elkos zicken? Die hatte ich nämlich nicht mehr Neu, sondern aus der Grabbelkiste von geschlachteten Sachen :(
 
Eigentlich sind die für die Glättung der 128V (Hochspannung und Zeilenkippteil) zuständig.
Auch zur Verringerung des Wechselstrom-Innenwiderstandes der Spannungsquelle.
Typisch für eine solche Störung wäre hier der kleine 4,7µF/250V in der Ecke neben den Videoendstufen.
Der glättet die 200V Videoendstufenspannung aus dem ZTr und ist sehr oft fritte.
 
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