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Thema: Timings

  1. #1
    Registered User Avatar von pin_HP
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    Timings

    Ich bin gerade dabei, für Mame auf Pi2Jamma möglichst originalgetreue Monitoreinstellungen zu finden. Gewisse Kompromisse sind einzugehen, wenn man Auflösung, H-Frequenz und V-Frequenz hinbekommen möchte, insbesondere bei einer fixed Pixelclock des Raspberry Pi. Wichtig sind vor allem Zeilenauflösung und Bildwiederholfrequenz, was ich so mitbekommen habe.

    Die Horizontalfrequenz hat einen gewissen Spielraum, sollte aber üblicherweise 15,72 kHz sein; in die Nähe komme ich recht gut hin.

    Nun gibt es zwei Ausreißer: Eine Einstellung mit 15,06 sowie eine mit 15,96 kHz.
    Das Bild wird wunderbar angezeigt, daher trotzdem meine Frage:
    Inwiefern wirkt sich so eine extreme H-Frequenz aus? Auf das Bild bzw. auch auf den Monitor?

  2. #2
    Registered User Avatar von winni
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    Also als extrem würde ich das jetzt nicht bezeichnen.
    Es kommt auf den jeweiligen Moni an, ob er das mitmacht.
    Nicht im Sinne von kaputtgehen, sondern ob der Fangbereich der H-Synchronisation das hergibt.
    Üblicherweise beträgt der Fangbereich einige hundert Hz in beide Richtungen, ohne jetzt direkt dauernd die H-Frequenz nachstellen zu müssen.
    Dabei verändert sich aber auch die Biildbreite, also bei niedrigerer Zeilenfrequenz wird das Bild etwas schmaler dargestellt.
    Bei höherer Z-Frequ. wirds breiter. Das hängt damit zusammen, daß die H-Ablenkschaltung direkt mit dieser Frequenz getriggert wird.
    Und für die normgerechte Frequenz optimiert ist. Bei Abweichungen verändert sich damit ebenfalls der H-Ablenkstrom und auch der Wert der Hochspannung.
    Da aus dem Zeilentransformator auch Hilfsspannungen gewonnen werden, verursachen deren Schwankungen meist auch noch Helligkeitsänderungen.

    Das sind meine Erfahrungen aus der langjährigen Reparaturpraxis von Monitoren.
    Bei Verwendung verschiedener PCBs.
    Wobei ich aber nie explizit die H-Frequenz gemessen habe. Warum auch?
    Ich habe dafür Bildmustergeneratoren, die sehr genau an der Norm liegen.
    Für die Signaleinspeisung habe ich NTSC Norm gejumpert.
    Damit komme ich am Besten zurecht, wenn anschließend eine PCB drangehängt wird, ist es fast Plug N Play.

  3. #3
    Registered User Avatar von pin_HP
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    Sehr interessant, Winni, Danke!

    Also: Schlecht ist es mal nicht für den Monitor, verstehe ich das richtig? Entweder, er hat ein Bild, oder halt nicht.

    Welchen Frequenzbereich verträgt ein Arcademonitor üblicherweise? Weil du gemeint hast, 15,06 bzw. 15,96 seien gar nicht so extrem.

  4. #4
    Registered User Avatar von winni
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    Ich würde mal sagen, daß 15 bzw. 16 KHz schon so die Eckwerte sind.
    Wenn Dein Moni das klaglos mitmacht, isses ok.
    Alles unter oder über der 10% Marke würde ich als exotisch und evtl. schädlich bezeichnen.
    Nur so aus dem Bauch heraus.
    Konstruktiv bedingt lassen sich aber die meisten Chassis nicht in "gefährliche" H-Frequenzen bringen.

  5. #5
    Registered User Avatar von bencao74
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    Ich habe für das Finden von Auflösungen hdmi_timings für den Raspberry Pi ein Tool programmiert, mit dem man so ca alles einstellen kann.

    Ein paar Eindrücke kann man hier gewinnen.

    https://youtu.be/JKZGHFyDdWw
    https://youtu.be/ctbwaZdQhoQ

    Damit kann man sehr schön Auflösungen für den raspberry pi erstellen und visualisieren.

    Zusätzlich wüde ich gerne automatisch die Auflösung berechnen. Das heisst bei gegebener horizontaler , vertikaler Auflösung und Frequenz möchte ich die Schwarzschulterwerte und Syncweiten berechnen, so dass das Bild zentriert ist.

    Das läuft auch schon ziemlich gut über viel Probieren und einer Verteilung über konstante Faktoren für h_active (aktiver horizontaler Sichtbereich) und porches.

    Winni, wie würdest du das machen? Wahrscheinlich gar nicht, aber hast du Kommentare, Anregungen und Hinweise, die es zu beachten gilt, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen?
    Geändert von bencao74 (14-11-2018 um 01:43 Uhr)

  6. #6
    Registered User Avatar von winni
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    Danke der Nachfrage, aber richtig: Ich würde das überhaupt nicht softwaretechnisch angehen, weil ich davon null Plan habe.
    Scheint aber ein gangbarer Weg zu sein. Klingt jedenfalls logisch, auch wenn natürlich im Einzelfall von der originalen Auflösung abgewichen werden muß.
    Inwieweit das jetzt zu Problemen führt, weiß ich nicht. Aber Du scheinst Dich ja schon detailliert mit den Timings befaßt zu haben.
    Und klar: Es kommt auch immer auf das verwendete Modell des Monitors an!
    Meiner Meinung nach sollte man diese Settings nur dann ändern, wenn es sich um eine Auflösung (Ablenkfrequenz) handelt, die bei der Spieleauswahl zwingend zum Nachstellen des Monitors führt.
    Also im Einzelfalle, wenn man schon für die meisten gängigen Klassiker einen guten Kompromiß gefunden hat.
    Wenn dann noch einzelne Spiele aus der Reihe tanzen.... wäre das meiner Meinung nach ein gutes Mittel, die Einstellerei vermeiden zu können....auf Kosten der Originalität natürlich.
    Es gibt halt keine eierlegende Wollmilchsau
    Gruß
    Winfried

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